Franz-Marc-Grundschule

Franz Marc Monolith

 

IDEE

In enger Zusammenarbeit mit Schülern der 5. und 6. Klassen möchten wir den Tuffmonolithen im Hof der Franz Marc Grundschule bildhauerisch bearbeiten. Motivgebend sollen die Gemälde von Franz Marc sein. Die SchülerInnen sollen auf dieser Grundlage eigene Entwürfe entwickeln.

Vorbereitend möchten wir mit den SchülerInnen zeichnerische und plastische Entwürfe gestalten, die wir dann umsetzen werden. Die ausgewählten Motive werden als Relief auf jeweils eine der vier Seiten des Steines übertragen und anschließend farblich gestaltet.

HERANGEHENSWEISE

Im Vorfeld wie auch während der Bearbeitung werden wir mit den SchülerInnen und sollte es möglich sein, in Zusammenarbeit mit den Kunstlehrern der Klassen, zeichnerische und malerische Entwürfe entwickeln.

Dafür gäbe es als Einführung ein kurzes Referat in das Kunstschaffen von Franz Marc, seine Gemälde und Motive.

Es könnte ein Referat über Reliefgestaltung folgen. Die ausgesuchten zeichnerischen Entwürfe werden von den SchülerInnen in Ton oder Gips als Modell entwickelt. Grundlage hierfür ist der Tuffmonolith, das hieße, daß vier Reliefentwürfe auf die vier Seiten des Monolithen übertragen werden können.

BEARBEITUNG DES STEINES

Als erstes werden die ausgewählten zeichnerischen Entwürfe proportional auf den Stein übertragen. Um die weitere Bearbeitung den SchülerInnen zu erleichtern, werden wir Umrißschnitte mit dem Winkelschleifer in den Stein sägen.

Die jeweiligen Reliefebenen können dann von den SchülerInnen mit Hammer und Meißel bearbeitet werden. Aufgrund der bei der Bearbeitung wegfliegenden Steinsplitter können höchstens 2-3 Personen an jeder Seite des Steines arbeiten. Die anderen SchülerInnen können währenddessen an den Modellentwürfen in Gips arbeiten.

Fotomontagen: Beispiele für die farbliche Gestaltung / Reliefgestaltung

Bildhauer www.christoph-mertens.eu

mail@christoph-mertens.eu

im Hof der Franz Marc Grundschule

FARBLICHE GESTALTUNG

Nach der Bearbeitung des Steines wird der Stein mit Pigmenten und Kieselsäureester (gemeinhin als Wasserglas bezeichnet) lasierend eingefärbt. Der Vorteil dieser Einfärbung ist, dass die Farbe in den Stein einzieht und den Stein gegen Witterungseinflüsse schützt. Es entsteht also keine Farbschicht, sondern der Stein wird eingefärbt und behält seinen Charakter.

ZEITLICHE ABFOLGE

  • Einführung, was wir machen wollen
  • Referate
  • Zeichnerische Entwürfe
  • Auswahl und Übertragung auf den Stein
  • Bearbeitung des Steines, Paralleles Arbeiten an den Entwürfen, max. 16 SchülerInnen/Unterrichtseinheit
  • Farbliche Gestaltung

 

Eisen zur Steinbearbeitung Holzknüpfel Schlegel

KUNSTPROJEKT Franz Marc Grundschule Berlin Tegel 1.9.-30.10.2018
mit 50 SchülerInnen der Klassen 6a und 6b

Die Ausgangssituation war der vorhandene Tuffsteinmonolith.

Vorbereitend wurden individuelle Entwürfe auf Din A3 gezeichnet. Anhand der Themen der Entwürfe wurden die SchülerInnen in Gruppen zu je 5-6 Schülern aufgeteilt. Die Gruppen erarbeiteten im Maßstab 1:1 große Entwurfsskizzen, die auf den Stein übertragen wurden.

Ziel der Gruppenarbeit war es, ein gemeinsames Bild zu gestalten, Kommunikation und das Erreichen von Kompromissen war hierfür die Voraussetzung.

In kleineren Vorträgen wurden die Themen Bilder von Franz Marc, Tiergestalten und was ist ein Relief erläutert.

Nach dem Übertrag auf den Stein wurden die Umrisse herausgesägt und die einzelnen Reliefebenen von den SchülerInnen nach einer Einweisung in der Handhabung von Hammer und Meißel abgesetzt.

Parallel wurden Platten und Blöcke in Gips gegossen, die die SchülerInnen nach ihren eigenen Entwürfen gestalten konnten.

Erste Einweisung in der Benutzung von Hammer und Meißel. Die SchülerInnen hatten eine riesige Freude am Steinhauen, obwohl es eine körperlich schwere Arbeit ist, dass sie in den Schulpausen und auch nach der Schule am Stein gearbeitet haben.

Die farbliche Gestaltung wurde in einer Lazurtechnik mit Kieselsäureester ausgeführt.