Profile – Soziales Lernen

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Schulalltags

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Unsere Schülerinnen und Schüler lernen vom ersten Schultag an, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Dazu tauschen sie sich im Klassenrat aus, lernen die Aufgaben der Konfliktlotsen kennen oder werden zu solchen intensiv ausgebildet. Schon die Kleinen erfahren, was »Trenner & Tröster« sind und an wen sie sich bei Problemen wenden können. Eine Projektwoche zum sozialen Lernen, die zu Beginn jedes Schuljahres stattfindet, trägt zu einem gesunden Klassenklima bei.

In allen Klassen und im Hort gibt es Ämter sowie mit den Schülern abgestimmte Regeln. Die Schul- und Hausordnung wurde gemeinsam mit den Klassensprechern im Schülerparlament erarbeitet. Die vierten bis sechten Klassen erhalten verbindlich eine Wochenstunde zum sozialen Lernen (»SoLe«). In diesen Stunden werden der wöchentliche Klassenrat durchgeführt, ggf. Konflikte besprochen oder Spiele zum sozialen Lernen gespielt.

An der Franz-Marc-Grundschule werden seit vielen Jahren Konfliktlotsen/innen ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen einer verpflichtenden Arbeitsgemeinschaft und umfasst ein ganzes Schuljahr. Während der Ausbildung erlernen und trainieren die Kinder die Techniken der Mediation (Vermittlung in Konfliktfällen durch unparteiische Dritte). Die Ausbildung erfolgt im Wesentlichen durch Spiele und Rollenspiele.

IMAGE(/sites/default/files/bilder-pool/kpp/profile/fmg_konfliktlotsen-logo.jpg) IMAGE(http://www.fmg-tegel.de/sites/default/files/2014_auszeichnung-meditationstag.jpg)

Das Konzept der Streitschlichtung ist eine Methode, die die Kinder befähigt, eigenverantwortlich leichte Konflikte zu schlichten. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es nicht, Konflikte selber zu lösen. Sie werden darin ausgebildet, anderen bei Konfliktlösungen durch gezielte Fragetechniken, im Rahmen eines festgelegten Vorgehens, zu helfen.

Nach erfolgreichem Abschluss versehen die Konfliktlotsen/innen ihren Dienst nach einem Dienstplan in den Hofpausen. Zu erkennen sind sie an den blauen Armbinden mit den gelben Buchstaben KL.

Die Nachbetreuung der ausgebildeten Konfliktlotsen/innen erfolgt in einer einstündigen, wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft. Dort werden auftretende Schwierigkeiten besprochen und der Dienstplan gemeinsam erstellt.

An unserer Schule wollten Kinder der 5. und 6. Klassen etwas gegen Gewalt tun. Sie erklärten sich bereit, nach einer Ausbildung in der 5. Klasse im Streitfall so zu helfen, dass Kinder ihren Streit durch Verhandlung regeln können. Dazu haben sie beobachtet, welches die häufigsten Streitanlässe sind, um sich vorzubereiten. Sie wussten, dass sich Erwachsene im schwierigen Streit manchmal Schlichter oder Mediatoren zu Hilfe holen. So wie diese Streithelfer wollen auch sie hilfreich sein. Dazu waren sie bereit zu lernen und zu üben, wie das Lotsen durch einen Konflikt geht.

Im Streit sind Menschen im Stress, deshalb

  • üben Konfliktlotsen, Streitende zu beruhigen oder zu trösten.

Im Streit hören Menschen einander nicht zu, deshalb

  • üben Konfliktlotsen das aktive Zuhören und setzen durch, dass Streitende nacheinander sprechen.

Im Streit fühlen sich Menschen nicht verstanden, deshalb

  • üben Konfliktlotsen, das Gesagte zu spiegeln, die Personen zu stützen und die Streitenden zum gegenseitigen Spiegeln zu bringen.

Im Streit sind Ziel und Gefühle, Vorstellungen von Gerechtigkeit und Wünsche im Spiel. Deshalb

  • versuchen Konfliktlotsen auch Ziele Gefühle, Wünsche aufzudecken.

Im Streit wollen Menschen selber bestimmen. Deshalb

  • versuchen Konfliktlotsen, ihnen eigene Lösungen und Vorschläge zu entlocken.

Im Streit fällt es Menschen schwer wieder aufeinander zuzugehen. Deshalb

  • versuchen Konfliktlotsen sie zur Vertragsverhandlung zu führen und diesen Schritt besonders anzuerkennen.

Besuche seit dem Schuljahr 2007/2008: