Sachsenhausen-Projekt

Schülerinnen und Schüler der FMG in der Gedenkstätte/Museum des KZ Sachsenhausen

Vor einigen Jahren entwarfen Grundschul-Lehrkräfte (ev. Religion) gemeinsam mit Gedenkstätten-Pädagoginnen und Pädagogen eine Unterrichtseinheit, um mit Kindern der Klassenstufe 6 die Gedenkstätte/Museum des KZ Sachsenhausen besuchen zu können. Damit sollte eine viel gewünschte Möglichkeit geschaffen werden, bereits in dieser Altersstufe mit einem altersgemässen Konzept

  • andere Unterrichtseinheiten (z.B. Lektüre »Damals war es Friedrich« in Deutsch oder GGP) zu vertiefen;
  • die Chance eines »Lernens vor Ort«, also die Nähe der Gedenk- und Begegnungsstätte des KZ Sachsenhausen, zu nutzen.

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Schülerinnen und Schüler der FMG während des ersten Projekttages des Sachsenhausen-Projektes

Konzipiert wurde ein dreitägiges Projekt mit drei Elementen:

  • Ein vorbereitender Projekttag in der Schule, bei dem von den SchülerInnen fünf Häftlings-Biographien erarbeitet werden;
  • ein Besuchstag in der Gedenkstätte Sachsenhausen, hier steht im Rahmen einer Stationenarbeit die Beschäftigung mit dem »Alltag« der Häftlinge im Mittelpunkt;
  • ein abschliessender Projekttag zum Thema »(Über-)Leben im Versteck«, um den Schüler|innen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich Menschen der NS-Politik widersetzen konnten.

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Schülerinnen und Schüler der FMG während des Besuchstages in der Gedenkstätte/Museum des KZ Sachsenhausen

Inhalt dieses Projektes ist die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der Lebensverhältnisse der jüdischen Gefangenen des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Das hier einst praktizierte Herrschaftssystem der SS steht in nuce für die NS-Ideologie mit ihrem menschlichen Allmachtsanspruch. Die diesem System innewohnenden Formen der Willkür, Drangsalierung, Entwürdigung, Entmenschlichung und Vernichtung werden hier exemplarisch veranschaulicht. Damit zielt das Projekt auch auf eine angemessene Erstinformation der Schülerinnen, bevor sie – besonders an Sekundarschulen – bereits ab der 7. Klasse der Agitation und Werbung rechtsradikaler politischer Gruppen ausgesetzt sind.

Besuche seit dem Schuljahr 2007/2008: